Basteibrücke
Montag, 4. Mai 2026
Besuch der Bastei
Wir haben an der Elbe gut geschlafen. Die negativen Kommentare haben wir nicht erlebt. Nach einem Besuch des Rewe in Riesa fahren wir zum SP Bastei bei Rathewalde. Von dort sind es nur 2 ½ km bis zur berühmten Bastei. Auf dem SP hat es noch viel Platz als wir eintreffen. Nach kurzer Zeit sind wir auch schon auf dem Weg. Als wir in auf der Bastei eintreffen hat es massenweise Volk. Wo kommen die denn alle her. Es sind doch keine Ferien und es ist ein Montag.
Wir müssen uns damit abfinden. Wir sind ja auch ein Teil der Masse. Wir besuchen alle Aussichtspunkte und gehen auch über die berühmte Brücke. Diese verdankt ihre Existenz eine Burg die auf den Felsen erbaut wurde und 1462 zerstört wurde. Danach setzen wir uns auf eine Terrasse einer Snackbar . Inzwischen ist die Mittagszeit vorbei und es hat wieder überall Platz. Danach wandern wir zu den steinernen Tischen und weiter zu den Schwedenlöchern. Dort geht der Weg durch eine Schlucht steil hinunter und dann schön hinauf zum Amselfall bis nach Rathewalde. Dort kehren wir in einer Gartenbeiz nochmals ein, bevor wir die restlichen 1 ½ km zurück zum SP bewältigen.
Es war ein schöner Tag. Würden wir nochmals gehen, dann sicher am Morgen in der Früh bevor die Massen auftauchen.
SP Bastei
Koordinaten: 50.9846 14.0576
Gebühr: 20 Euro
Plätze: 15
V/E, Wasser, Toilette, Dusche, Geschirr waschen kostet extra
Dienstag, 5. Mai 2026
Die Festung Königstein
Nach dem wir gestern die Bastei ausgiebig erwandert haben, gibt es keinen Grund länger auf dem SP zu bleiben. Er ist zwar schön aber für alles andere als die Bastei zu abgelegen. Zudem ist der Handy Empfang absolut miserabel. Recherchen für die weitere Reise sind nicht möglich. So fahren wir zu einem CP in Gohrisch den ich schon zu Hause notiert hatte. Der war aber komplett besetzt. Das hatten wir nicht erwartet. Nach kurzer Suche finden wir in P4N einen SP in Königstein. Also fahren wir hin und finden einen teilweise schönen SP auf dem Firmengelände einer Firma die Kanutouren durchführt. Der Platz ist gut und es steht nur ein Womo dort. Wir fahren auf einen der besseren Platz direkt an der Elbe. Zu Fuss sind wir von hier in 10 Min. am Bahnhof und am Schiffssteg. Auch zur Festung Königstein können wir gleich von hier aus starten. Einzig die gut hörbare Strasse und die Bahnlinie sind ein kleiner Nachteil. Rückblickend sind wir nun froh, dass der CP besetzt war.
Nach dem die Zora parkiert ist machen wir uns zur Festung Königstein auf. Sie ist neben der Bastei der zweite grosse Touristenmagnet an der oberen Elbe.
Hier eine kurze Beschreibung aus Wikipedia:
Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa. Sie liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen).
Für diejenigen die mahr wissen wollen, der Link zu Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Königstein
Die Festung liegt 240m über der Elbe, das heisst wir müssen 240m hoch steigen. Der steile Weg beginnt bei der Kirche und führt durch den Wald bis nach oben. Oben auf dem Parkplatz stehen wir vor den riesigen Mauern. Man hat die Sandsteintürme mit Mauerwerk ergänzt. Wir müssen mit einem Lift hoch in die Burg. Es gibt sonst keinen, zumindest öffentlichen, Weg nach oben. Das Areal auf dem Plateau ist riesig. Es umfasst etwa 10 Hektaren. Wir verbringen rund wir 4 Std. in der Festung. Man kann viele Gebäude betreten und auch das Museum ist gut gemacht. Der Eintritt, damit man mit dem Lift überhaupt hochkommt beträgt zur Zeit 17 Euro/Person. Wir umrunden die ganze Mauer und geniessen die Weite Sicht in alle Richtungen. Am späteren Nachmittag wandern wir wieder hinunter nach Königstein.
SP Firmengelände „Kanu Aktiv Tours GmbH“
Koordinaten: 50.9211 14.0856
Gebühr: 31 Euro
Plätze: 10
V/E vorhanden
Mittwoch, 6. Mai 2026
Wanderung auf den Lilienstein
Heute wollen wir auf den markanten Lilienstein wandern. Er liegt gegenüber der Festung Königstein auf der anderen Seite der Elbe und ist 425m hoch. Zuerst queren wir mit der Fähre, die nur Fussgänger und Velofahrer transportiert, die Elbe. Sie fährt immer nach Bedarf. Ist der Fährmann am anderen Ufer gerade in ein Gespräch verwickelt, muss man ein wenig warten. Danach führt der Weg sehr steil auf eine grosse Gelände Terrasse hinauf. Wir wählen die Nordvariante für den Aufstieg und müssen so zuerst auf einem leicht ansteigenden Weg im Wald um den Felsen herum. Der letzte Teil kommt nicht ohne lange Treppen und Leitern aus. Oben auf dem Plateau hat es natürliche Aussichtskanzeln in alle Richtungen. Die sind alle ähnlich exponiert wie auf der Festung Königstein aber immer mit einem Geländer gesichert. Die Aussicht ist super. Es hätte auch eine Beiz, nur ist sie leider geschlossen. Für für den Abstieg nehmen wir die südliche Variante die auch steil ist. Muss ja so sein, anders kann man die hohen Sandsteinfelsen nicht überwinden. Unten in Königstein setzen wir uns in den schönen Garten eines Kaffeehauses und ersetzen die verbrauchten Kalorien.
Den restlichen Nachmittag sitzen wir vor der Zora an der Elbe und schauen den Raddampfern zu die vorbeifahren. Jetzt später am Abend setzen starke Regenfälle ein, die eigentlich schon für den Tag angekündigt waren, zum Glück für uns aber ein paar Stunden Verspätung haben. Für Morgen planen wir einen Besuch in Pirna.
SP Firmengelände „Kanu Aktiv Tours GmbH“
Koordinaten: 50.9211 14.0856
Gebühr: 31 Euro
Plätze: 10
V/E vorhanden
Donnerstag, 7. Mai 2026
Pirna
Am Donnerstag wollen wir nach Pirna. Wir könnten von Königstein den Zug nehmen, der wäre mit unserer Gästekarte sogar gratis oder wir könnten die Zora gleich mitnehmen und in Pirna auf den Stellplatz stellen. Wir entscheiden uns für die zweite Variante vor allem weil uns der Lärm der Güterzüge während der Nacht und der Lärm der Baustelle am Morgen zu nerven beginnt. Diese Nacht allerdings trommelte der Regen so heftig auf das Dach, dass die Züge kaum zu hören waren.
Bis nach Pirna ist es knapp eine ½ Stunde Fahrzeit. Nochmals soviel brauchen wir für das Finden des Stellplatzes. Google und Sygic versagen total. Sie wollen uns über einen Veloweg lotsen der für die Zora viel zu schmal wäre. Als wir die Sache nach mehreren erfolglosen Versuchen aufgeben wollen versuchen wir es noch mit Apple. Zu meiner Überraschung meistert Apple die Aufgabe. Bravo Apple, die anderen beiden Navi’s sollten sich schämen.
Pirna Fussgänger Zone beschrankt sich auf ein paar Strassenzüge um den Marktplatz. Das haben wir bald einmal gesehen und kehren in ein Kaffee ein indem man auch, neben Kuchen und Glacé, nicht süsse Speisen bekommt. Helene bleibt beim Kuchen und ich, wie schon öfter in den letzten Tagen, etwas nicht Süsses und ein alkoholfreies Weissbier. Danach erhält Helene einen Coiffeur Termin. Ich kehre zur Zora zurück und fülle Frischwasser nach und tausche die Füllung unserer Kompostiertoilette aus. So werden wir wir morgen früh schneller wegkommen.
Wir haben uns entschlossen morgen nach Prag zu fahren. Dafür lassen wir Dresden weg. Bei einem Gespräch heute Morgen erfahre ich, dass das in 2 Std. Fahrt gut zu erreichen und auch lohnender als Dresden ist. So schauen wir nach einem SP in der Stadt und kaufen gleich noch die digitale Vignette für die Autobahn Benutzung in Tschechien.
SP Wasserplatz Pirna
Koordinaten: 50.9632 13.9232
Gebühr: 30 Euro
Plätze: 30
V/E vorhanden
Freitag, 8. Mai 2026
Unser erster Besuch in Prag
Die Fahrt nach Prag verläuft problemlos und 1 ¾ Std. später sind wir schon auf dem Stellplatz. Auf diesem hat es überraschend viel freie Plätze. Der SP ist eigentlich nur ein Schotterparkplatz für PKW auf dem ein Bereich für Womos reserviert ist. Dafür ist der Preis für eine Stadt ok. Hier treffen wir auch wieder das Paar von dem wir in Königstein den Tip erhalten haben.
Mit dem ÖV ist es sind es nur ca. 15 Min. bis in die Altstadt. Die Metro fährt wegen Bauarbeiten an diesem Wochenende nicht aber es gibt einen Ersatzbus bis zur Station Museum. Von dort sind es zwei Stationen bis in die Altstadt. Wenn man über 70 Jahre alt ist, braucht man sich nicht um Billette zu kümmern. In Prag fahren Personen über 65 Jahre gratis. Das gilt auch für Touristen. Man muss nur einen Ausweis dabei haben, damit man bei einer Kontrolle sein Alter nachweisen kann.
In Prag wandern wir hinauf zur Burg Prag. Für mich ist es eher ein Schloss. Die Anlage wurde im 9 Jahrhundert gebaut und ist mit 70’000 Quadratmetern die grösste Anlage der Welt. Sie war die Residenz der Könige von Böhmen und zwei Kaisern des Heiligen Römischen Reiches. Heute ist sie der Sitz des Präsidenten von Tschechien.
Innerhalb der Anlage steht auch der Veitsdom. Er ragt über die Burg hinaus und hat zwei mächtige Türme. Wenn es einen Turm gibt der öffentlich zugänglich ist will Helene hinauf. So steigen wir hinauf auf den mächtigen Südturm mit seinen 287 Stufen. Es ist eine relativ enge Wendeltreppe auf der Pausen nicht gut möglich sind. Also geht es in einem Zug hinauf. Die Aussicht ist super. Danach besuchen wir das Kloster und spazieren durch viele Strassen. Am Ende queren wir noch die Karlsbrücke. Dort herrscht ein Gedränge wie am Morgenstraich. Es hat unfassbar viele Leute. Danach haben wir genug und kehren zur Zora zurück. Vielleicht kehren wir nochmals zum Essen in die Stadt zurück. Wir werden sehen.
So, wir gehen nochmals in die Stadt und suchen uns ein Restaurant. Zuerst kassieren wir Absagen. Unten an der Moldau sind die besseren Restaurants alle voll. So weichen wir aus und gehen den Hügel in Richtung Burg hinauf und bekommen in der blauen Ente den letzten Tisch für zwei Personen. Ein Glückstreffer wie sich sofort herausstellt. Wir fühlen uns sofort wohl. Der Service ist perfekt und das Essen hervorragend. Von aussen sieht das Restaurant sehr unscheinbar aus. Es kann aber eine illustre Gästeliste vorweisen. Peter Fonda, Milos Foreman, Karel Gott, Helmut Kohl, Roger Federer usw. waren hier schon zu Gast. Weiter Namen sieht man auf dem Foto. Wir haben gleich für morgen Abend nochmals reserviert und wieder den letzten Platz in der List gefüllt. Zufrieden kehren wir zur Zora zurück.
Link Beschreibung Prager Burg: https://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Burg
Link Beschreibung Veitsdom: https://de.wikipedia.org/wiki/Veitsdom
SP Argentinska
Koordinaten: 50.1067 14.4427
Gebühr: 24 Euro
Plätze: 50
V/E vorhanden (rudimentär)
Samstag, 9. Mai 2026
Zweiter Tag in Prag
Heute durchstreifen wir auf der rechten Seite der Moldau umher. Wir sehen eine einmalige Sonnenuhr, sitzen in einem Kaffee und sehen den silbernen Kopf des Franz Kafka. Wir stöbern auch in einem fantasievollen Laden der auf Süssigkeiten und Nüsse spezialisiert ist. Am Nachmittag geniessen wir auf der Terrasse eines fest verankerten Schiffes ein verdiente Pause. Am späteren Nachmittag kehren wir wieder zur Zora zurück, bevor am Abend in die Innenstadt zurück kehren. Wir haben gestern Abend im blauen Entlein gleich wieder für heute Abend reserviert, nachdem es uns dort so gut gefallen hat.
Morgen werden Prag wieder verlassen.
Nachtrag: Wir haben heute im Restaurant eine Überraschung erlebt. Sie haben uns an einem grossen runden Tisch in einer gemütlichen Ecke im ersten Stock gesetzt. Es hätte auch einige andere Tische für zwei Personen gehabt. Statt dessen haben wir den besten Platz erhalten. Wir haben natürlich wieder hervorragend gegessen und einen guten tschechischen Rotwein getrunken.
SP Argentinska
Koordinaten: 50.1067 14.4427
Gebühr: 24 Euro
Plätze: 50
V/E vorhanden (rudimentär)
Sonntag, 10. Mai 2026
Zurück nach Deutschland
So, die Zeit in Prag ist um, wir fahren heute weiter. Nach der Zeit in Prag mit den extrem vielen Besuchern brauchen wir wieder ein oder zwei Tage Ruhe in der Natur. Wir fahren von Prag aus gegen Westen, an Karlsbad vorbei bis in das Fichtelgebirge. Das liegt zwischen Bayreuth und der tschechischen Grenze. Da wir 3 Nächte bleiben wollen, fahren wir auf den Camping am Fichtelsee. Erwartungsgemäss ist der Platz ab Auffahrt ausgebucht, aber wir fahren am Mittwoch ohnehin weiter.
An der Rezeption werden uns 4 Plätze vorgeschlagen, die wir uns zuerst ansehen können. Wir haben uns bald entschieden, oder anders gesagt Helene hat sich einen ausgesucht. Später als Zora parkiert ist und ein Keil sie ins Gleichgewicht gebracht hat, machen wir einen kurzen Spaziergang zum Fichtelsee. Danach sitzen wir vor der Zora beim Lesen. Dabei nehme ich auch die Niederlage des FCB zur Kenntnis. In den nächsten beiden Tagen soll es gemäss Wetterbericht wieder winterlich kalt werden. Temperaturen von 0° in der Nacht sind angesagt. Ich hoffe, dass wir trotzdem zwei Wanderungen machen können.
CP Fichtelsee
Koordinaten: 50.0171 11.8548
Gebühr: 24 Euro
Plätze: 80
V/E vorhanden
